Viele Handwerksbetriebe kennen die Situation: Die Aufträge laufen, die Teams sind unterwegs und die Technik funktioniert irgendwie mit. Angebote liegen auf dem Büro-PC, Baustellenfotos auf dem Handy und Aufmaße auf dem Laptop.
In dieser Folge des Handwerker-Podcasts spricht Philipp mit Jürgen Christ, IT-Architekt und Systemintegrator vom Systemhaus Christ. Seit mehr als dreißig Jahren unterstützt er Betriebe bei sicherer und alltagstauglicher IT.
Jürgen sieht oft schnell, ob IT historisch gewachsen ist: Passwortzettel am Bildschirm, Daten auf verschiedenen Rechnern und niemand weiß genau, wo welche Unterlagen liegen. Solange alles läuft, fällt das kaum auf.
Im Gespräch wird deutlich: IT ist im Handwerk kein Nebenthema mehr. Wenn ein Rechner ausfällt, ein Backup nicht funktioniert oder ein Cyberangriff den Betrieb lahmlegt, wird aus Technik schnell ein Risiko.
Das Wichtigste in Kürze
Datenchaos kostet Zeit und Sicherheit
Viele Betriebe arbeiten mit Insellösungen. Der eine hat die aktuelle Datei, Fotos liegen nur auf einem Handy und niemand weiß, welche Version gilt. Fällt dieses Gerät aus, sind Daten im Ernstfall weg.
Backups gehören nicht nur ins eigene Büro
Eine zweite Festplatte im gleichen Gebäude hilft wenig, wenn es brennt, Wasser eindringt oder das Netzwerk verschlüsselt wird. Wichtige Daten sollten deshalb extern oder im Rechenzentrum liegen.
Mobiles Arbeiten braucht klare Regeln
Im Handwerk wird auf der Baustelle, beim Kunden und im Fahrzeug gearbeitet. Lösungen wie Microsoft 365, Teams, SharePoint, OneDrive oder mobile Zeiterfassung erleichtern den Alltag. Damit das sicher funktioniert, braucht es Zugriffsrechte, sichere Passwörter und Zwei-Faktor-Authentifizierung.
Kleine Betriebe sind für Hacker nicht uninteressant
Viele Unternehmer denken: „Wir sind doch viel zu klein.“ Genau das ist gefährlich. Cyberangriffe laufen oft automatisiert ab. Eine verdächtige E-Mail oder ein falscher Klick können reichen, damit Schadsoftware ins System kommt.