Reicht Ihr Stundensatz?

Prüfen Sie mit wenigen Angaben Ihre Selbstkosten, Ihren Ziel-Stundensatz und die wirtschaftliche Differenz zu Ihrem aktuellen Preis.

Ihre KalkulationSchritt 1 von 6

1. Was verlangen Sie aktuell?

Damit vergleichen wir Ihre Kalkulation.

€ / h

2. Wie viele produktive Mitarbeiter haben Sie?

Gemeint sind Mitarbeiter, deren Zeit an Kunden oder Aufträge verrechnet wird.

Pers.

3. Was kosten Ihre produktiven Mitarbeiter?

Gesamte Personalkosten aller produktiven Mitarbeiter – inklusive Arbeitgeberkosten.

4. Wie viele Stunden können Sie verkaufen?

Abrechenbare Stunden je produktivem Mitarbeiter und Jahr.

h / Jahr

5. Was kostet Ihr Betrieb sonst?

Büro, Fahrzeuge, Räume, Versicherungen, Software, Verwaltung usw. – ohne die oben eingetragenen produktiven Personalkosten.

Falls Ihr Unternehmer-/Geschäftsführergehalt nicht in den Personalkosten oben steckt, gehört es hier hinein.

6. Welchen Gewinn möchten Sie aufschlagen?

Der gewünschte Gewinn wird auf Ihre errechneten Selbstkosten aufgeschlagen – nicht auf Ihren aktuellen Stundensatz.

%

Wie viele Stunden hat Ihr Auftrag wirklich gebraucht?

Ihren Stundensatz haben Sie gerade berechnet. Ob die abrechenbaren Stunden dahinter stimmen, wissen die meisten Betriebe nicht, sie schätzen. Der Praxis-Check Zeiterfassung zeigt, wie Sie es messen und ob Papier, Excel oder ein System dafür reicht.

Cover des Praxis-Checks Zeiterfassung für Handwerksbetriebe

Wie wird ein Stundensatz im Handwerk berechnet?

Ein tragfähiger Stundensatz muss mehr abdecken als den Bruttolohn eines Mitarbeiters. Entscheidend sind die gesamten Personalkosten, die tatsächlich abrechenbaren Stunden, die sonstigen Betriebskosten und der gewünschte Gewinnaufschlag.

GRUNDLOGIK

Personalkosten je abrechenbarer Stunde + Betriebskosten je abrechenbarer Stunde =

Selbstkosten
Selbstkosten + Gewinnaufschlag = Ziel-Stundensatz

Warum sind abrechenbare Stunden so wichtig?

Für die Kalkulation zählt nicht die vertragliche Jahresarbeitszeit, sondern die Zeit, die tatsächlich Kunden oder Aufträgen berechnet werden kann. Urlaub, Feiertage und Krankheit reduzieren die verfügbare Zeit. Zusätzlich fallen während der Anwesenheit Tätigkeiten an, die nicht immer fakturiert werden können – zum Beispiel interne Organisation, Rüstzeiten oder Materialbeschaffung.

Was gehört zu den Personalkosten?

Im vereinfachten Hauptpfad geben Sie die gesamten Personalkosten Ihrer produktiven Mitarbeiter ein. Falls Ihnen dieser Wert nicht vorliegt, hilft der integrierte Detailrechner mit Durchschnittsbrutto, zusätzlichen Arbeitgeberkosten und Sonderzahlungen. Nicht abrechenbare Zeit wird bewusst separat berücksichtigt, damit sie nicht doppelt eingerechnet wird.

Was sind sonstige Betriebskosten?

Hierzu gehören Kosten, die nicht bereits als produktive Personalkosten erfasst wurden, beispielsweise Büro und Verwaltung, Fahrzeuge, Räume, Versicherungen, Software, Werkzeuge, Beratung und weitere laufende Betriebskosten. Falls Ihr Unternehmer- oder Geschäftsführergehalt nicht bei den Personalkosten berücksichtigt ist, sollte es ebenfalls in der Kostenbasis enthalten sein.

Selbstkosten oder Ziel-Stundensatz – was ist der Unterschied?

Die Selbstkosten sind die rechnerische Preisuntergrenze Ihrer Eingaben: Sie decken Personal- und Betriebskosten, enthalten aber noch keinen zusätzlichen Gewinnaufschlag. Der Ziel-Stundensatz ergänzt die Selbstkosten um den von Ihnen gewählten Gewinnaufschlag.

Gewinnaufschlag ist nicht dasselbe wie Gewinnmarge

Dieser Rechner verwendet einen Gewinnaufschlag auf die Selbstkosten. Ein Aufschlag von 10 % auf 100 € Selbstkosten ergibt 110 € Zielpreis. Der Gewinnanteil am Verkaufspreis beträgt in diesem Beispiel rund 9,1 %.

Beispiel: Warum der aktuelle Preis allein wenig sagt

Ein Betrieb kann 69 € pro Stunde verlangen und trotzdem zu niedrig kalkulieren, wenn Personal- und Betriebskosten pro abrechenbarer Stunde bereits darüber liegen. Der Praxis-Check stellt deshalb drei Werte gegenüber.

Aktueller Stundensatz 69,00 €
Selbstkosten 77,78 €
Ziel-Stundensatz inkl. Gewinn 85,56 €
Differenz zum Ziel −16,56 €/h

Welche Fehler sollte man vermeiden?

• Mit Anwesenheitsstunden statt tatsächlich abrechenbaren Stunden rechnen.

• Urlaub oder Krankheit sowohl in pauschalen Zuschlägen als auch bei den produktiven Stunden berücksichtigen.

• Produktive Personalkosten zusätzlich noch einmal in den sonstigen Betriebskosten erfassen.

• Unternehmerlohn und Unternehmensgewinn miteinander verwechseln.

• Gewinnaufschlag und Gewinnmarge als identische Prozentwerte behandeln.

Vom berechneten Stundensatz zur Auftragskalkulation

Ein individuell kalkulierter Stundenverrechnungssatz bildet eine wichtige Grundlage für die Preisermittlung im Handwerksbetrieb. Mit der Kalkulationssoftware von LC-TOP können Sie Lohnverrechnungssätze und weitere Kalkulationswerte bei der Angebotserstellung und Auftragskalkulation berücksichtigen.

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