FÖRDERMITTEL FÜR DAS HANDWERK
Förder-Navigator für Handwerksbetriebe
Finden Sie Förderprogramme, die zu Ihrem Handwerksbetrieb oder einem Kundenprojekt passen. Wählen Sie den passenden Bereich und erhalten Sie Hinweise zu Zuschüssen, Förderkrediten und Beratungsangeboten – mit direktem Zugang zu den offiziellen Informationen der jeweiligen Förderstelle.
Stand: September 2026
Förderprogramme, Budgets und Voraussetzungen können sich ändern. Maßgeblich sind die aktuellen Angaben der jeweiligen Förderstelle.
So funktioniert der Förder-Navigator
Der LC-TOP Förder-Navigator unterstützt Handwerksbetriebe bei der Suche nach Fördermöglichkeiten für zwei unterschiedliche Situationen: Investitionen im eigenen Betrieb und förderfähige Maßnahmen bei Kundenprojekten.
Wählen Sie zunächst den passenden Bereich und machen Sie anschließend Angaben zu Ihrem Standort und Ihrem Vorhaben. Auf dieser Grundlage erhalten Sie Förderprogramme, die zu Ihren Angaben passen können. Zu jedem Programm sollten Sie anschließend die Voraussetzungen und den aktuellen Stand bei der zuständigen Förderstelle prüfen.
01
Bereich auswählen
Entscheiden Sie, ob Sie eine Förderung für Ihren eigenen Handwerksbetrieb oder einen Förderhinweis für ein Kundenprojekt suchen.
02
Vorhaben eingrenzen
Geben Sie die relevanten Informationen zu Standort und geplantem Vorhaben an.
03
Förderprogramme prüfen
Vergleichen Sie passende Fördermöglichkeiten und öffnen Sie die offiziellen Informationen der jeweiligen Förderstelle.
Welche Fördermöglichkeiten gibt es für den eigenen Handwerksbetrieb?
Handwerksbetriebe können je nach Standort und Vorhaben unterschiedliche Fördermöglichkeiten für Investitionen und betriebliche Veränderungen nutzen. Dazu können beispielsweise Digitalisierung, Software und KI, IT-Sicherheit, Maschinen, Energieeffizienz, Mobilität oder die Weiterbildung von Mitarbeitern gehören.
Ob ein Vorhaben über einen Zuschuss, einen Förderkredit oder eine andere Förderform unterstützt werden kann, hängt vom jeweiligen Programm ab. Entscheidend sind unter anderem Unternehmensgröße, Standort, Investitionszweck und Zeitpunkt der Antragstellung.
Für Digitalisierungsprojekte gibt es beispielsweise den bundesweiten
ERP-Förderkredit Digitalisierung der KfW. Gefördert werden dort unter anderem Hard- und Software, Cloud-Technologien, Prozessdigitalisierung, IT-Sicherheit sowie bestimmte Anwendungen von Künstlicher Intelligenz.
Fördermöglichkeiten bei Kundenprojekten erkennen
Auch bei Kundenprojekten können Förderprogramme für die geplante Maßnahme relevant sein. Das betrifft je nach Vorhaben und Region beispielsweise Heizungen, energetische Maßnahmen an der Gebäudehülle, Photovoltaik, Barrierefreiheit oder weitere Modernisierungsmaßnahmen.
Für energetische Gebäudemaßnahmen bestehen beispielsweise Förderangebote über die KfW und das BAFA.
Die konkreten Voraussetzungen, Fördersätze und Antragswege unterscheiden sich je nach Maßnahme und Programm.
Der Förder-Navigator hilft Ihnen dabei, mögliche Programme frühzeitig zu erkennen und den Kunden auf eine passende Fördermöglichkeit hinzuweisen. Ob die Förderung tatsächlich beantragt werden kann, richtet sich jedoch immer nach den Voraussetzungen des jeweiligen Programms.
Wichtig ist außerdem die Rollenverteilung: Bei vielen Förderprogrammen für Gebäude ist nicht der ausführende Handwerksbetrieb, sondern der Eigentümer oder Auftraggeber antragsberechtigt.
Welche Arten von Förderung gibt es für Handwerksbetriebe?
Zuschüsse
Zuschüsse übernehmen einen Teil der förderfähigen Kosten und müssen bei ordnungsgemäßer Verwendung grundsätzlich nicht zurückgezahlt werden. Höhe, Förderquote und Voraussetzungen unterscheiden sich je nach Programm. Besonders bei Landesprogrammen spielt der Standort des Betriebs eine wichtige Rolle.
Förderkredite
Förderkredite dienen der Finanzierung von Investitionen zu besonderen Förderkonditionen. Je nach Programm können damit beispielsweise Digitalisierung, Maschinen, Energieeffizienz oder andere betriebliche Investitionen finanziert werden.
Beratung und Coaching
Auch Beratung und organisatorische Veränderungen können gefördert werden. Beim aktuellen INQA-Coaching können förderfähige kleine und mittlere Unternehmen beispielsweise bis zu 80 Prozent der Beratungskosten erstattet bekommen. Das Coaching umfasst bis zu zwölf Beratungstage.
Was sollten Sie vor der Antragstellung beachten?
Prüfen Sie die Förderbedingungen, bevor Sie ein Vorhaben verbindlich beginnen. Wann ein Antrag gestellt werden muss und wann ein Vertrag abgeschlossen werden darf, unterscheidet sich je nach Förderprogramm.
Beim ERP-Förderkredit Digitalisierung der KfW muss der Förderantrag beispielsweise vor Beginn des Vorhabens über den Finanzierungspartner gestellt werden.
Bei der aktuellen KfW-Heizungsförderung gelten dagegen andere Abläufe: Vor der Antragstellung muss bereits ein Lieferungs- oder Leistungsvertrag vorliegen. Dieser muss jedoch eine aufschiebende oder auflösende Bedingung hinsichtlich der Förderzusage enthalten.
- Wer ist antragsberechtigt? Betrieb, Eigentümer, Kunde oder eine andere Person?
- Wann gilt das Vorhaben als begonnen? Bestellung, Vertrag oder tatsächlicher Beginn können je nach Programm unterschiedlich behandelt werden.
- Welche Kosten sind förderfähig? Nicht jede Leistung eines Projekts muss berücksichtigt werden.
- Welche Fristen und Budgets gelten? Förderprogramme können befristet oder von verfügbaren Haushaltsmitteln abhängig sein.
- Sind andere Förderungen kombinierbar? Dafür gelten programmspezifische Regeln.
- Was sagt die offizielle Förderstelle? Diese Angaben sind für die Antragstellung maßgeblich.
Kann die Einführung von LC-TOP gefördert werden?
Die Einführung einer Handwerkersoftware kann je nach Förderprogramm Bestandteil eines förderfähigen Digitalisierungsvorhabens sein. Programme können beispielsweise Investitionen in Software, Prozessdigitalisierung, Cloud-Technologien, Schnittstellen oder IT-Sicherheit berücksichtigen.
Häufige Fragen zur Förderung des eigenen Handwerksbetriebs
Förderprogramme für Unternehmen unterscheiden sich nach Standort, Unternehmensgröße, Investitionszweck und Förderart.
Welche Investitionen können in einem Handwerksbetrieb gefördert werden?
Je nach Förderprogramm können beispielsweise Investitionen in Digitalisierung und Software, IT-Sicherheit, Maschinen und technische Ausstattung, Energieeffizienz, Mobilität oder Weiterbildung unterstützt werden.
Welche Kosten tatsächlich förderfähig sind, richtet sich immer nach den Bedingungen des jeweiligen Programms. Auch Standort, Unternehmensgröße und Zeitpunkt der Investition können eine Rolle spielen.
Kann Handwerkersoftware gefördert werden?
Ja. Software kann Bestandteil eines förderfähigen Digitalisierungsvorhabens sein. Dazu können beispielsweise neue Softwarelösungen, Cloud-Technologien, Prozessdigitalisierung, digitale Schnittstellen oder IT-Sicherheit gehören.
Muss ich eine Förderung beantragen, bevor ich investiere?
Das hängt vom jeweiligen Förderprogramm ab. Bei vielen Unternehmensförderungen darf mit dem Vorhaben vor der Antragstellung noch nicht begonnen werden.
Beim ERP-Förderkredit Digitalisierung der KfW muss der Antrag beispielsweise über einen Finanzierungspartner gestellt werden, bevor das Vorhaben beginnt. Erst nach der Förderzusage sollte mit dem geförderten Vorhaben gestartet werden.
Prüfen Sie deshalb immer die Bedingungen der zuständigen Förderstelle, bevor Sie eine verbindliche Bestellung oder Beauftragung auslösen.
Was bedeutet KMU bei Förderprogrammen?
KMU steht für kleine und mittlere Unternehmen. Nach der EU-Definition gehören grundsätzlich Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten dazu, wenn sie zusätzlich bestimmte Umsatz- oder Bilanzgrenzen einhalten. Maßgeblich sind derzeit höchstens 50 Millionen Euro Jahresumsatz oder höchstens 43 Millionen Euro Bilanzsumme. Auch verbundene Unternehmen können bei der Einstufung berücksichtigt werden.
Ob ein Förderprogramm ausschließlich für KMU gilt, steht in den jeweiligen Förderbedingungen.
Welche Rolle spielen De-minimis-Beihilfen?
Einige Förderungen werden als sogenannte De-minimis-Beihilfe gewährt. Dabei gilt nach der derzeitigen EU-Regelung grundsätzlich eine Obergrenze von 300.000 Euro innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren je Unternehmen. Dabei können auch verbundene Unternehmen relevant sein.
Ob eine konkrete Förderung unter die De-minimis-Regelung fällt und welche bereits erhaltenen Beihilfen berücksichtigt werden müssen, ergibt sich aus den jeweiligen Förderbedingungen.
Können Beratung und Weiterbildung gefördert werden?
Ja. Neben Investitionen können einzelne Förderprogramme auch Beratung, Qualifizierung oder Weiterbildungsmaßnahmen unterstützen.
Welche Kosten, Beschäftigtengruppen oder Beratungsleistungen förderfähig sind, hängt vom jeweiligen Programm ab. Prüfen Sie deshalb insbesondere Anforderungen an Beratungsunternehmen, Bildungsträger und förderfähige Maßnahmen.
Häufige Fragen zu Förderungen bei Kundenprojekten
Bei Kundenprojekten hängen Fördermöglichkeiten vor allem von der geplanten Maßnahme, dem Gebäude, dem Antragsteller und dem Zeitpunkt der Beauftragung ab.
Wie viel Förderung kann der Kunde erhalten?
Wie hoch eine Förderung ausfällt, hängt vom jeweiligen Förderprogramm, den förderfähigen Kosten und möglichen zusätzlichen Förderkomponenten ab.
Bei energetischen Sanierungen oder beim Heizungstausch können sich Fördersätze, Höchstbeträge und Voraussetzungen außerdem ändern. Deshalb sollte die konkrete Förderhöhe immer anhand der aktuellen Angaben der zuständigen Förderstelle geprüft werden.
Was bleibt für den Kunden nach der Förderung übrig?
Förderungen beziehen sich auf die förderfähigen Kosten und nicht automatisch auf die gesamte Angebotssumme. Welche Positionen berücksichtigt werden können, richtet sich nach dem jeweiligen Förderprogramm.
Für die Kalkulation des Kunden sind deshalb zwei Werte wichtig:
- die gesamten Kosten des Vorhabens,
- der voraussichtliche Eigenanteil nach Förderung.
Die endgültige Förderhöhe steht erst nach der Entscheidung der zuständigen Förderstelle fest.
Wer stellt den Förderantrag bei einem Kundenprojekt?
Wer den Antrag stellt, richtet sich nach dem jeweiligen Förderprogramm. Bei Förderungen für Wohngebäude ist häufig der Eigentümer oder Auftraggeber antragsberechtigt und nicht der ausführende Handwerksbetrieb.
Der Handwerksbetrieb kann jedoch für technische Nachweise, Bestätigungen oder Dokumentationen eingebunden sein. Je nach Maßnahme kann zusätzlich ein Energieeffizienz-Experte erforderlich sein.
Die konkrete Rollenverteilung sollte deshalb bereits vor Angebotsabgabe geprüft werden.
Darf der Kunde den Auftrag schon erteilen?
Das hängt vom jeweiligen Förderprogramm ab. Bei vielen Förderungen darf mit dem Vorhaben vor der Antragstellung noch nicht begonnen werden.
Bei der aktuellen KfW-Heizungsförderung gelten besondere Vorgaben: Für die Antragstellung muss bereits ein Lieferungs- oder Leistungsvertrag vorliegen, der eine entsprechende aufschiebende oder auflösende Bedingung hinsichtlich der Förderzusage enthält.
Prüfen Sie deshalb die Bedingungen des jeweiligen Förderprogramms, bevor ein Vertrag verbindlich wirksam wird.
Was passiert, wenn die Förderung abgelehnt wird?
Bei Förderprogrammen, die eine Förderbedingung im Vertrag vorsehen, sollte auch geregelt sein, was bei einer Ablehnung des Förderantrags passiert.
Je nach Vertragsgestaltung kann beispielsweise festgelegt werden, ob der Auftrag entfällt oder unter veränderten Bedingungen fortgeführt wird.
Bei Unsicherheiten zur Vertragsgestaltung sollte rechtlicher Rat eingeholt werden.
Bis wann muss eine geförderte Maßnahme umgesetzt werden?
Förderzusagen oder Zuwendungsbescheide enthalten in der Regel Vorgaben dazu, innerhalb welchen Zeitraums eine Maßnahme umgesetzt und welche Nachweise eingereicht werden müssen.
Diese Fristen unterscheiden sich je nach Förderprogramm. Prüfen Sie deshalb den aktuellen Bewilligungszeitraum, bevor Sie einen verbindlichen Ausführungs- oder Einbautermin zusagen.
Können verschiedene Förderungen miteinander kombiniert werden?
Ob mehrere Förderangebote miteinander kombiniert werden können, hängt von den jeweiligen Programmbedingungen ab.
Auch steuerliche Vergünstigungen können bei bestimmten Maßnahmen eine Alternative sein. Eine mehrfache Förderung derselben Kosten ist jedoch nicht automatisch zulässig.
Prüfen Sie deshalb vor der Antragstellung, welche Kombinationen für das konkrete Vorhaben erlaubt sind.
Ist ein Förderprogramm aktuell noch verfügbar?
Förderprogramme können geändert, ausgesetzt oder beendet werden. Auch verfügbare Haushaltsmittel können Einfluss darauf haben, ob neue Anträge möglich sind.
Prüfen Sie den Programmstatus deshalb unmittelbar vor der Antragstellung auf der Website der zuständigen Förderstelle.
Braucht unser Handwerksbetrieb besondere Nachweise oder Qualifikationen?
Ob besondere Qualifikationen oder Nachweise erforderlich sind, hängt vom Förderprogramm und von der jeweiligen Maßnahme ab.
Bei energetischen Sanierungen kann beispielsweise die Einbindung eines Energieeffizienz-Experten erforderlich sein. In anderen Fällen werden Nachweise eines Fachunternehmens verlangt.
Prüfen Sie deshalb bereits vor der Angebotsabgabe, welche fachlichen Voraussetzungen für das jeweilige Förderprogramm gelten.
Wie aktuell sind diese Informationen?
Förderprogramme, Fördersätze, Fristen und Voraussetzungen können sich kurzfristig ändern. Prüfen Sie deshalb bei jedem Ergebnis den angegebenen Datenstand und die verlinkten Informationen der zuständigen Förderstelle.
Der LC-TOP Förder-Navigator dient der Orientierung und ersetzt keine individuelle Förder-, Steuer- oder Rechtsberatung. Für Antragstellung und Bewilligung sind die aktuellen Richtlinien und Angaben der jeweiligen Förderstelle maßgeblich.
Stand: September 2026